Steuerberatung

 

Hinzurechnungsbesteuerung & Außensteuergesetz (AStG)

Controlled foreign companies (CFC) Regeln sind ein internationales Steuersystem um gewisse Steuerschlupflöcher zu schließen. In Deutschland hat der Gesetzgeber dazu das Außensteuergesetz (AStG) mit der Hinzurechnungsbesteuerung erlassen.

Für deutsche Firmen, Unternehmen und Gesellschaften kommt es insbesondere darauf an, dass Gewinne, die beispielsweise in Hong Kong erwirtschaftet werden, der dortigen Besteuerung unterliegen. Für die Besteuerung kommt es indes insbesondere auf § 10 Außensteuergesetz (AStG) an. Sollte § 10 Außensteuergesetz (AStG) für deutsche Gesellschaften mit Sitz in Hong Kong gelten, dann könnte dieses dazu führen, dass die Muttergesellschaft in Deutschland die Einkünfte der Tochtergesellschaft in Hong Kong zu ihrem Gewinn hinzurechnen müsste und in Deutschland versteuern müsste. Diese Hinzurechnungsbesteuerung gilt es im Normalfall zu vermeiden, so dass es darauf ankommt die Gesellschaften steuereffizient zu strukturieren.

Grundsätzlich kann eine in Deutschland ansässige juristische (also Gesellschaften) oder auch natürliche Person ihre Steuerlast senken, indem Einkommen und Vermögen auf eine ausländische Gesellschaft übertragen wird. Grundsätzlich ist das Einkommen und Vermögen der ausländischen Gesellschaft durch deren rechtliche Eigenständigkeit der deutschen Besteuerung entzogen. Die deutsche Finanzverwaltung wird in solchen Fällen jedoch versuchen, die ausländische Gesellschaft in Deutschland zu besteuern und greift dazu auf das Außensteuergesetz (AStG) mit seinen Regelungen zu Zwischengesellschaften und der Hinzurechnungsbesteuerung zurück.

Die Voraussetzungen der Hinzurechnungsbesteuerung sind grundsätzlich die folgenden:

  1. Die ausländische Gesellschaft wird zu mehr als 50% von in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtigen (natürliche und/oder juristische Personen) gehalten. (Beim Vorliegen von Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter kann bereits eine Beteiligung von einem Prozent und weniger, an der ausländischen Zwischengesellschaft genügen.)
  2. Die Einkünfte der ausländischen Gesellschaft müssen zudem einer niedrigen Besteuerung unterliegen. Eine solche ist nach dem Außensteuergesetz (AStG) immer gegeben, wenn die ausländische Steuer niedriger als 25 % ist.
  3. Die ausländische Gesellschaft darf lediglich passive Einkünfte. Nach dem Wortlaut des Außensteuergesetzes (AStG) sind passive Einkünfte, “Einkünfte, für die die ausländische Gesellschaft Zwischengesellschaft ist”. Anhand des Negativkatalogs in § 8 Außensteuergesetz (AStG) werden passive Einkünfte weiter definiert. Dort werden aktive Einkünfte definiert, so dass alle anderen Einkünfte grundsätzlich passive Einkünfte darstellen. Nach § 8 Außensteuergesetz (AStG) sind aktive Einkünfte grundsätzlich nur Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, der Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung und Montage von Sachen, der Erzeugung von Energie, der Suche bzw. Gewinnung von Bodenschätzen sowie Dividenden von anderen Gesellschaften. Alle anderen Einkünfte der ausländischen Gesellschaft sind anhand der komplizierten, tief verschachtelten Regel/Ausnahme Kriterien des Negativkatalogs als aktive Einkünfte oder passive Einkünfte zu bestimmen.

Liegen die Voraussetzungen des Außensteuergesetzes (AStG) vor, eine ausländische Gesellschaft wird also zu mehr als 50% von in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtigen (natürliche und/oder juristische Personen) gehalten, unterliegt einer Besteuerung, die niedriger als 25 % ist und die ausländische Gesellschaft hat lediglich passive Einkünfte, dann werden die Gewinne der ausländischen Gesellschaft den deutschen Eigentümern hinzugerechnet und unterliegen der Hinzurechnungsbesteuerung. Somit werden die passiven Einkünfte der ausländischen Gesellschaft abzüglich der darauf entfallenden ausländischen Steuern, dem zu versteuernden Einkommen in Deutschland des unbeschränkt steuerpflichtigen Gesellschafters im Verhältnis seiner Beteiligung an der Gesellschaft hinzugerechnet und unterliegen der deutschen Besteuerung. Der Hinzurechnungsbetrag wird dabei wie eine fiktive Dividende der ausländischen Gesellschaft an den unbeschränkt Steuerpflichtigen behandelt.

Mühler McKay kann Ihnen und Ihrem Unternehmen helfen, ihre Angelegenheiten so zu strukturieren, dass der Anwendungsbereich des Außensteuergesetz (AStG) mit seiner Hinzurechnungsbesteuerung nicht eröffnet wird. Wir können bestehende Strukturen überprüfen und ihre Unternehmensgruppe steuereffizient strukturieren. Unsere Berater verstehen die komplizierten internationalen Steuergesetze, in Bezug auf internationale Steuerstrukturierung und können Sie in verständlicher Weise über die Vorteile, Nachteile, potenziellen Probleme und Chancen beraten.

Die Dienstleistungen von Mühler McKay umfassen die komplette Beratung zum Außensteuergesetz (AStG) und der Hinzurechnungsbesteuerung und im speziellen die Auswirkungen von Hong Kong Gesellschaften auf deutsche Steuern:

  • Hong Kong und internationale Steuerberatung

Im Rahmen unserer Hong Kong Steuerberatung beraten und begleiten wir Sie, um sicherzustellen, dass Ihr gesamtes Geschäft steuereffizient ist und das ihre ausländische Gesellschaft nicht der Hinzurechnungsbesteuerung des Außensteuergesetz (AStG) unterliegt.

  • Hong Kong und internationale Steuerberatung in Bezug auf Umstrukturierung von Gesellschaften und Konzernen

Sollte ihre Gesellschaft im Hinblick auf seine Steuerstrukturierung nicht korrekt aufgebaut sein, dann können wir die notwendigen Änderungen vornehmen, mit dem Sie das ihre ausländische Gesellschaft nicht der Hinzurechnungsbesteuerung des Außensteuergesetz (AStG) unterliegt.

  • Unterstützende Dienstleistungen

Darüber hinaus bietet Mühler McKay unterstützende Dienstleistungen für Unternehmen an, dazu zählen zB internationale Gesellschaftsgründungen und die steueroptimierte Strukturierung von Firmengruppen und Gesellschaften (wie zB eine Hong Kong Limited Company, Personengesellschaften, Niederlassungen, Repräsentanzen), zudem Hong Kong Buchhaltung und Rechnungswesen sowie die Erstellung von Jahresabschlüssen, allgemeine Corporate Compliance Dienstleistungen wie die “Company Secretary” Bereitstellung (in Hong Kong) sowie die Bereitstellung einer Geschäftsadresse in Hong Kong oder eines virtuellen Büros in Hong Kong und die Beratung zu und Beantragung von benötigten Genehmigungen und Lizenzen, darüber hinaus berät Mühler McKay auf dem Gebiet des Arbeitsrechts, und unterstützt Klienten sowie deren Mitarbeiter bei der Beantragung eines Hong Kong Arbeitsvisum.

Bitte kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie uns in Hong Kong für Ihre erste Beratung.

Mühler McKay mit Sitz in Hong Kong ist ein weltweit tätiges Beratungsunternehmen und bietet internationale Rechts-, Unternehmens- und Steuerberatung für internationale Klienten verschiedenster Branchen und Größen an.