Steuerberatung

 

Steuersystem Hong Kong | Internationale und Hong Kong Steuerberatung

Hong Kong hat ein im Vergleich zu Deutschland einfaches und leicht zu navigierendes Steuersystem. In Hong Kong müssen nicht alle Einkommensarten versteuert werden. Aus diesem Grund ist Hong Kong ein optimaler Standort zur Entwicklung des Geschäfts von Startups und mittelständischen Unternehmen in Asien.

Die Besteuerung von Gesellschaften mit Sitz in Hong Kong erfolgt nach dem Territorialitätsprinzip. Grundsätzlich müssen Unternehmensgewinne von Personengesellschaften sowie Privateinkommen mit 15% versteuert werden, hingegen müssen Hong Kong Limited Companies ihre Gewinne entweder gar nicht oder nur zum Teil oder mit 16,5% versteuern. Nach dem Territorialitätsprinzip sind nur die tatsächlich in Hong Kong erzielten oder sonst aus Hong Kong stammenden Gesellschaftsgewinne (“profits arising in or derived from Hong Kong”) vor Ort zu versteuern. Es obliegt den Behörden festzustellen, ob Gewinne versteuert worden müssen oder nicht. Gesellschaften können (sofern gewünscht) ihren steuerlichen Status per Antrag von den Behörden überprüfen lassen, dabei kommt es kurz gesprochen auf die Beantwortung der folgenden Frage:

Wo wird welche Leistung erbracht um den Gewinn zu erwirtschaften?

Vertragsanbahnung:

Von wo und wem erfolgte der Erstkontakt und von wo und von wem wurde der größte Teil der Verhandlungen geführt, die den späteren Vertragsabschluss zur Folge hatte?

Vertragsschluss:

Wo erfolgte der eigentliche Vertragsabschluss?

Vertragserfüllung:

Von wo und wem wurde der Vertrag erfüllt und von wo und wem werden nachvertragliche Leistungen erbracht?

Grundsätzlich beachten werden sollte zu diesem Thema, dass das Steuersystem in Hong Kong Steuerfreiheit nur vorsieht, wenn Geschäfte nicht in Hong Kong stattgefunden haben und es ebenfalls keine Berührungspunkte zu Hong Kong gibt. Jedoch wollte sich jedes Startup und jeder Unternehmer darüber im klaren sein, dass wenn nichts in Hong Kong stattfindet, definitiv Berührungspunkte zu anderen Ländern bestehen, die dann ihrerseits diese Aktivitäten einer Besteuerung unterwerfen werden. Teilweise bewerben Berater solche Konstrukte offensiv und verschweigen dabei eine eventuelle Steuerpflicht in anderen Ländern, welches im Extremfall strafrechtliche Folgen haben kann. Dementsprechend ist äußerste Vorsicht geboten. Startups und Unternehmer sollten nur mit erfahrenen und vor allem seriösen Beratern zusammenarbeiten.

Das Steuersystem in Hong Kong hält für Unternehmer, sowie auch Investoren allerdings noch andere Vorteile bereit. Ein eventueller Exit ist steuerfrei, da in Hong Kong Gewinne aus Aktienverkäufen grundsätzlich nicht der Besteuerung unterworfen sind. Zudem gibt es keine Besteuerung von Zinseinkünften. Des Weiteren gibt es ebenfalls keine Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer. Es existiert keine Devisenkontrolle und es werden keine Zölle, außer auf Tabakwaren, Alkoholika, Benzin und Automobile erhoben.

Steuerrechtliche Implikationen für deutsche Startups und mittelständische Unternehmen in Deutschland

Für deutsche Startups und Unternehmer, die ihr Asiengeschäft in Form einer Tochtergesellschaft in Hong Kong strukturieren, muss bereits zum Beginn an die Besteuerung in Deutschland gedacht werden. Zwischen Deutschland und Hong Kong besteht derzeit kein Doppelbesteuerungsabkommen. Die Regierungen der beiden Staaten sind in Gesprächen bezüglich der Einführung eines Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Hong Kong und Deutschland. Ein solches Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Hong Kong und Deutschland wird der Wirtschaft beider Staaten helfen zu wachsen und wird die internationalen Verflechtungen grenzüberschreitend tätiger Unternehmen leichter zu handhaben lassen. Die Verhandlungen werden zudem von Entwicklungen des internationalen Rechts (beispielsweise dem Standard for Automatic Exchange of Financial Account Information in Tax Matters, gebräuchlich abgekürzt als Common Reporting Standard – “CRS”) flankiert, so dass von zügigen Verhandlungen und einem baldigen Abschluss auszugehen ist. Gründern und Unternehmern kann nur geraten werden, erfahrene Berater zu engagieren um potenzielle Probleme von Anfang an zu umgehen. Mit dem richtigen und vor allem einem steuerrechtlich zulässigen Aufbau der Gesellschaften kann den meisten Problemen vorgebeugt werden.

Wenn sich ein deutsches Startup oder Unternehmen zu dem Schritt entschließt international zu expandieren, dann kann dies viele Gründe haben. Entweder soll die Produktion nach Asien ausgelagert werden oder die dortige Produktion erhöht und besser überwacht werden, andererseits können die Startups und Unternehmen aber auch einfach Asien als Absatzmarkt erschliessen wollen.

Das deutsche Steuerrecht hält für solche Fälle einige Besonderheiten bereit, die frühzeitig in die Planung einbezogen werden müssen. Diese Besonderheiten finden sich hauptsächlich im Außensteuergesetz.

Bei der Fallgruppe der Funktionsverlagerungen geht es im Groben darum, dass nicht einzelne Wirtschaftsgüter auf eine ausländische Gesellschaft übertragen werden, sondern dass komplette Funktionen in Ausland ausgelagert werden. Nach der Funktionsverlagerungsverordnung (FVerlO) ist “eine Funktion eine Geschäftstätigkeit, die aus einer Zusammenfassung gleichartiger betrieblicher Aufgaben besteht, die von bestimmten Stellen oder Abteilungen eines Unternehmens erledigt werden. Sie ist ein organischer Teil eines Unternehmens …“. Mit der Auslagerung solcher Geschäftstätigkeiten wird ebenfalls das Gewinnpotential ins Ausland ausgelagert und der deutschen Besteuerung entzogen. Die Besteuerung in solchen Fällen ist Veräußerungsvorgängen gleichgestellt und ergibt sich aus der Differenz des Verrechnungspreises der Geschäftstätigkeit und den Buchwerten der Wirtschaftsgüter, die ausgelagert werden. Für Startups ist das Problemfeld der Funktionsverlagerung meistens eher vernachlässigenswert, da es sich um junge Unternehmen handelt.

Problematischer speziell für Startups wird im Normalfall die Frage sein, ob eine Zwischengesellschaft und damit ein Fall der Hinzurechnungsbesteuerung im Sinne des Außensteuergesetzes vorliegt. Unter gewissen Voraussetzungen können Einkünfte einer ausländischen Gesellschaft ihren inländischen Gesellschaftern für die Besteuerung hinzugerechnet werden. Damit die Gesellschaft als Zwischengesellschaft klassifiziert werden kann müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein.

An der ausländischen Gesellschaft müssen in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtige grundsätzlich zu mehr als 50% beteiligt sein. In Ausnahmefällen genügt bereits eine niedrigere Beteiligung, beispielsweise bei reinen Kapitalanlagegesellschaften.

Zudem muss die ausländische Gesellschaft lediglich passive Einkünfte erzielen. Die Einordnung der Einkünfte wird durch eine Definition im Außensteuergesetz erleichtert. Ausnahmslos aktive Einkünfte sind danach Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, die Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung und Montage von Sachen, die Erzeugung von Energie, die Suche bzw. Gewinnung von Bodenschätzen. Alle anderen Einkünfte müssen bestimmt werden, wobei tief geschachtelten Regel und Ausnahme-Kriterien zugrundegelegt werden.

Darüberhinaus muss die ausländische Gesellschaft in einem Niedrigsteuerland angesiedelt sein. Nach deutscher Definition ist ein Niedrigsteuerland gegeben, sofern die Steuerbelastung der Gesellschaft unter 25% liegt. In Hong Kong ist dieses regelmäßig der Fall (siehe oben). Nach dieser Definition ist ebenfalls Deutschland ein Niedrigsteuerland, da die Körperschaftssteuer in Deutschland 15% beträgt.

Sollten eine Zwischengesellschaft gegeben sein und sollte somit die Hinzurechnungsbesteuerung zur Anwendung kommen, gelten die Einkünfte der ausländischen Gesellschaft als Beteiligungserträge die in Deutschland entweder der Einkommensteuer oder der Körperschaftssteuer unterliegen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Erträge tatsächlich nach Deutschland geflossen sind oder nicht. Der Hinzurechnungsbetrag wird vielmehr wie eine Dividende der ausländischen Gesellschaft an die unbeschränkt steuerpflichtige Person behandelt, wobei steuerliche Vergünstigungen, die normalerweise gewährt werden, nicht gelten. Darüber hinaus müssen diese Einkünfte ebenfalls in Hong Kong versteuert werden, so dass es zu einer echten Doppelbesteuerung kommen kann.

Gründer und Startups sollten sich von diesen Vorgaben keineswegs abschrecken lassen, den Weg nach Asien anzutreten. Bei entsprechender Planung und vor allem durch entsprechende Aufklärung von erfahrenen Beratern lässt sich das Asiengeschäft meist ohne allzu große Schwierigkeiten strukturieren. Es ist jedoch unerlässlich guten Rat einzuholen.

Die Dienstleistungen von Mühler McKay umfassen die komplette Beratung zum Hong Kong Steuersystem und im speziellen die Auswirkungen von Hong Kong Steuern in Deutschland:

  • Hong Kong Steuerberatung

Im Rahmen unserer Hong Kong Steuerberatung beraten und begleiten wir Sie, um sicherzustellen, dass Ihr gesamtes Geschäft steuereffizient ist.

  • Hong Kong Steuerberatung in Bezug auf Umstrukturierung von Gesellschaften und Konzernen

Sollte ihre Gesellschaft im Hinblick auf seine Steuerstrukturierung nicht korrekt aufgebaut sein, dann können wir die notwendigen Änderungen vornehmen.

  • Unterstützende Dienstleistungen

Darüber hinaus bietet Mühler McKay unterstützende Dienstleistungen für Unternehmen an, dazu zählen zB internationale Gesellschaftsgründungen und die steueroptimierte Strukturierung von Firmengruppen und Gesellschaften (wie zB eine Hong Kong Limited Company, Personengesellschaften, Niederlassungen, Repräsentanzen), zudem Hong Kong Buchhaltung und Rechnungswesen sowie die Erstellung von Jahresabschlüssen, allgemeine Corporate Compliance Dienstleistungen wie die “Company Secretary” Bereitstellung (in Hong Kong) sowie die Bereitstellung einer Geschäftsadresse in Hong Kong oder eines virtuellen Büros in Hong Kong und die Beratung zu und Beantragung von benötigten Genehmigungen und Lizenzen, darüber hinaus berät Mühler McKay auf dem Gebiet des Arbeitsrechts, und unterstützt Klienten sowie deren Mitarbeiter bei der Beantragung eines Hong Kong Arbeitsvisum.

Mühler McKay bietet umfassende Dienstleistungen in Bezug auf die Gründung von Gesellschaften und Firmen in Hong Kong an, die die steuerwirksame Organisation von Geschäften und Operationen umfasst, um Ihren effektiven globalen Steuersatz zu senken, internationale Steuerverpflichtungen zu erfüllen und Steuerrisiken zu mindern.

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Mühler McKay mit Sitz in Hong Kong ist ein weltweit tätiges Beratungsunternehmen und bietet internationale Rechts-, Unternehmens- und Steuerberatung für internationale Klienten verschiedenster Branchen und Größen an.